Er ist zurück. "Mad" Mel Gibson macht wieder Action - it's about f*cking time! "Get the Gringo" (alternativer Titel "How I spent my summer vacation") passt vom Trailer her bestens zu Gibsons Action-Vita und präsentiert uns denselben Lethal Weapon-Humor wie anno dazumals.
Interessant. Mit "Act of Valor" liegt uns ein Actionfilm vor, der sich alleine durch seinen Cast vom Action-Einheitsbrei abhebt, wird dieser von einem Trupp echter Navy Seals gespielt, welche auf der Suche nach einem entführten CIA-Agenten sind. Krachender Trailer. Das wird echt interessant.
Ich werd oft gefragt, warum ich mir diese teils äusserst billigen B-Streifen antue. Nun, nach "Poolboy" habe auch ich nach langer Zeit mal wieder den Boden des Fasses gesehen, der Kaffeesatz der B-Action, das Neuchatel Xamax der DVD-Veröffentlichungen...
Inhalt: Vietnam-Veteran Sarge Bando kämpft nach seiner Rückkehr in die geliebte Heimat Kalifornien immer noch mit dem Verlust seines Kameraden, dem er im Angesicht des Todes das Versprechen gegeben hatte, gemeinsam mit ihm eine Poolreinigunsgfirma zu betreiben. Doch als Bando nun ohne den teuren Freund in die Heimat zurückkehrt, muss er nicht nur feststellen, dass das gesamte Poolbusiness fest in den Händen der Mexikaner ist, sondern auch dass seine Frau ihn mit einem mexikanischen Poolreiniger betrügt. Zuviel für Bando - er beschließt nach guter alter militärischer Routine auf eine Mission zu gehen: Das Poolreinigungsgeschäft muss wieder in amerikanische Hände und es kann nur einen "Poolboy" geben: Bando. Doch als seine Frau und sein Sohn getötet werden, wird aus der Poolmission ein äußerst blutiger Rachfeldzug, der nur ein Ziel hat - den mexikanischen Gangsterboss Caesar zu töten, der das Geschäft kontrolliert und seine Familie auf dem Gewissen hat...
Das DVD-Cover mit Kevin Sorbo und Danny Trejo in Kampfpose versprach einen billigen und blutigen Actionfilm im Stile von "Machete" oder von "Grindhouse". Doch dieses Versprechen wurde seitens der Filmemacher nicht eingehalten. Im Gegenteil.
Was sich Regisseur Garrett Brawith gedacht hat, als er dieses Werk auf die Menschheit losgelassen hat, kann ich auch nicht nachvollziehen. "Poolboy" zeigt quasi einen Film im Film, "Poolboy 2", welcher der damals zehnjährige Regisseur Saint James St James inszeniert hat und welcher vom produzierenden Studio niemals herausgegeben wurde. Der Film wird dem Zuschauer präsentiert, immer wieder Unterbrochen für Kommentare vom einäugigen Regisseur St. James, was zu Beginn noch äusserst Unterhaltsam rüberkam. Genauso wie die äusserst billige Machart von "Poolboy" und auch Kevin Sorbo's äusserst übertriebenes Schauspiel. Die erste Viertelstunde dieses Werks kann man sich getrost noch anschauen. Anschliessend ziehen schlechter Humor und Langeweile ins Haus. Plumpe Witze, dumme und schlechte Gewalt, viel nackte Haut (was ja an und für sich ganz okay ist...) und einige Hollywood-Gesichter, welche wohl besser ins Dschungelcamp gezogen wären, als sich für diesen Scheiss lächerlich zu machen, namentlich Jason Mewes (Jay aus den Kevin Smith-Filmen), Gary Valentine (Danny Heffernan in "King of Queens"), Richard Karn (Al Borland aus "Home Improvement") und natürlich Danny Trejo himself. Okay, bei Trejo verzeiht man ja vieles, hat der ü60er seit Jahren ja ein Hoch. Trotzdem, "Poolboy" ist auch für den tätowierten Mexikaner ein absolutes Low-Light.
Muss man sich einen positiven Punkt (neben der bereits erwähnten nackten Haut) des Films aussuchen, dann ist dieser Hauptdarsteller Kevin Sorbo. Der ehemalige Hercules-Darsteller liefert eine einmalig übertrieben-lächlerliche Vorstellung ab und liefert eine peinliche Szene nach der anderen, welche weit unter seinem Niveau anzusiedeln sind. Dafür absoluten Respekt.
Fazit: Nicht die Augen mit diesem Schund beschmutzen! Nicht die wertvolle Lebenszeit für diesen Scheiss verschwenden! Nicht das wertvoll verdiente Geld für diesen Film zum Fenster rauswerfen! Avoid at all costs!
Endlich. Im B-Bereich geht mal wieder was. "Assassination Games" präsentiert uns Zuschauern das (erneute) Aufeinandertreffen zwischen Jean-Claude Van Damme und Scott Adkins, welche zwei Killer spielen, die hinter dem selben Ziel her sind. Ebenso mit an Bord ist die nächste Generation der Van Dammes, namentlich Kristopher und Bianca Van Varenberg. Der Trailer verspricht zumindest grundsolide Action. Produktionstitel des Films war bis vor kurzem übrigens "Weapon", weshalb das Filmplakat hier noch den alten Titel aufweist.
Bradley Cooper meets Robert de Niro in einem interessanten Actionthriller mit etwas Californication-Einschlag. Cooper spielt einen versifften Autor mit Schreibblockade, der an eine Wunderpille herankommt, welche dem "Patienten" die volle Auslastung des Hirns ermöglicht, anstelle der nur zwanzig Prozent, welche die normale Hirnauslastung eines Menschen darstellt.
Der Trailer sieht richtig gut aus und ich denke "Limitless" könnte eine kleine Actionperle des nächsten Jahres darstellen.
Testosteron is back. Vin Diesel und Paul Walker beehren uns mit einem weiteren Besuch auf den Kinoleinwänden - dieses Mal mit einem richtigen Killer-Cast. Neben den beiden Hauptdarstellern sind auch Dwayne "The Rock" Johnson, Tyrese Gibson, Jordana Brewster, Joaquim de Almeida und Matt Schulze mit von der Partie.
"Real Fight is back" hiess es noch auf dem Cover zu "Ong Bak 2". Zugegeben, schon verglichen mit dem grandiosen ersten Teil war "Ong Bak 2" einfach nur ein guter Martial Arts-Streifen, aber nichts spezielles mehr. Kann der dritte Teil der thailändischen Vorzeige-Martial Arts-Reihe wieder vollends überzeugen?
Inhalt: Tien (Tony Jaa) hat fast alles verloren: Vater, Stiefvater und seine Brüder wurden ermordet. Völlig erschöpft und am Ende seiner Kräfte verlassen ihn nun auch die Kampfkünste, für die er sein ganzes Leben hart trainiert hat. Gefangen genommen von Lord Rajasena (Sarunyu Wongkrachang), wird er zu 13 grausamen Folterstrafen verurteilt und schließlich zu Tode gequält. Von den Dorfbewohnern wiederbelebt, versucht Tien seine Kräfte neu zu finden und die Dämonen der dunklen Seite seiner Seele zu bändigen. Der gebrochene Muay-Thai-Krieger erlernt durch Meditation und Disziplin die neue Kampfkunst Natayuth. Diese macht ihn stärker als jemals zuvor. Unaufhaltsam bereitet er sich auf eine grausame Rache an seinen Peinigern Demon Crow (Dan Chupong) und Rajasena vor.
Unglaublich, es ist schon etwa sieben Jahre her, da staunte ich, wie dieser mir unbekannte Thailänder, Tony Jaa genannt, von einigen Typen aufgemischt wurde. Er flüchtete, wurde in einer Gasse gestoppt, drehte sich und sprang einfach über die Köpfe und Schultern seiner Gegner hinweg. Keine Stuntmen, keine Gummikabel, dies war echt. Dies war "Ong-Bak". Mit dem folgenden Werk "Tom Yum Goong" legte Jaa das Level nochmals um einiges höher und zeigte noch unglaublichere Martial Arts-Szenen, die dem Zuschauer den Unterkiefer für gut neunzig Minuten herunterklappten. "Ong Bak 2" folgte vor einem Jahr - und war gut. Punkt. Mehr gibts über diesen Film nicht mehr zu sagen.
Nun, das vorliegende Werk "Ong Bak 3" sollte nun die finale Runde dieser Trilogie einläuten. Trilogie... ein grosser Begriff, denn den Zusammenhang zwischen Teil eins und zwei sah und sehe ich noch immer nicht. Egal. Teil drei setzt nun die Story des Vorgängers direkt fort. Und dies äusserst brutal. Tien (Jaa) wird auf höchstem Jack Bauer-Level brutal gefoltert, was absolut schonungslos präsentiert wurde. Und anschliessend folgt die grosse Langeweile.
Mein Gott, war dieser Film langweilig, zäh, mühsam, einschläfernd. Ich hätte nie gedacht, dass ein Tony Jaa-Film mich dermassen zermürben würde. Fightszenen waren äusserst selten. Und wenn dann mal der Kampf im Fokus war, dann spielte dies oft im dunkeln ab. Die Story selbst, bei Jaa-Filmen stets nie das Highlight, ist hier noch das grössere Übel. Stellenweise konnte ich kaum folgen was gerade auf dem Screen geschah, etc.
An Tony Jaa lags jedenfalls nicht, überzeugte er auch hier wieder in den Kampfszenen. Doch vom sogenannten "Aaaaaaah"-Effekt des ersten Teils ist leider nichts mehr übrig. Solide Martial Arts-Kost gibts von Jaa. Jedoch viel zu selten - und viel zu schlecht umgesetzt vom Kamerateam.
Jedoch, eine Erklärung für dieses miese Werk gibt es. Tony Jaa scheint sich mit der Produktionsfirma Sahamongkol überworfen zu haben und "Ong Bak 3" besteht angeblich zum grössten Teil aus Rest-Szenen von Teil zwei. Jaa war selbst mit dem Resultat unzufrieden. So unzufrieden, dass er sich in ein thailändisches Kloster zurückzog und es noch unklar ist, ob "Ong Bak 3" der unrühmliche Abgang eines grossen Martial Arts-Künstlers darstellt. Es wäre schade.
Fazit: Diesen Film um alles in der Welt vermeiden. Nicht mal die Ausleihgebühr wert. Entgeht der Mindestnote nur wegen Tony Jaa.
Schon oft stand ich kurz vor dem Kauf von "Surviving the Game". Jedoch war mir Ice-T als Hauptdarsteller immer ein Dorn im Auge. Glücklicherweise langte ich vor einigen Tagen dann doch mal zu.
Inhalt: Jack Mason ist einer der zahlreichen Obdachlosen einer Großstadt. Als er den reichen und dubiosen Geschäftsmann Burns kennengelernt und von ihm einen Job angeboten bekommt, glaubt Jack, das große Los gezogen zu haben. Er soll Burns und seine Freunde auf eine Jagd-Expedition in die Rocky Mountains begleiten. Doch bald merkt Jack, daß er das Freiwild ist, das sie jagen wollen. In einem tödlichen Katz- und Mausspiel auf Leben und Tod...
Von Ice-T als Schauspieler halte ich eigentlich nicht viel. Gut, ich kenne auch nur wenige Werke bei denen er mitgespielt hat. Unter diesen ist jedoch das Seagal-Anti-Epos "Ticker". Doch siehe da, "Surviving the Game" war eine derbe Überraschung.
Ich sags gleich, Ice-T war richtig gut. Seine Rolle als Obdachloser spielte er ja beinahe ausgezeichnet. Ja, ich kaufte ihm jede Minute seines Spiels ab, was mich doch sehr überrascht hat. Jedoch profitierte der Film auch von seinen fast schon unglaulich guten Cast an Bad Guys. Rutger Hauer spielt den kalten und logisch denkenden Veranstalter dieses Todesspiels, unterstützt von Under Siege-Terrorist Gary Busey, Oscar-Preisträger F. Murray Abraham, Scrubs-Star John C. McGinley, dazu noch Charles S. Dutton und William McNamara. Ein wirklich feiner Cast, den Regisseur Ernest Dickerson hier führen durfte. Und sein damaliges temporäres Personal machte seinen Job wirklich ganz hervorragend. Und wenn man bedenkt, dass dieser mit nur sieben Millionen Dollar budgetierte Film nur ein kleiner B-Actionthriller darstellt, so wurde hier wirklich das absolute Maximum herausgeholt.
Es ist eigentlich gemein "Surviving the Game" hier wegen etwas fehlender Action eine bessere Note zu verweigern. Denn spannend ist die Hetzjagd auf Mason allemal. Dieser weiss sich dank Army-Ausbildung (natürlich) bestens zur Wehr zu setzen.
Fazit: Let's make it short - "Surviving the Game" ist ein feiner kleiner Kracher, den ich viel zu lange ignoriert habe und der seinen Weg in meinen Player wohl bald wieder finden wird.
Uwe Boll ist für mich schon ein kleines Filmwunder. Mehr Feinde als er kann man ja eigentlich gar nicht haben, seine Filme werden oft von den Kritiken zerrissen und doch, Boll gibt nicht auf. Im Gegenteil, Uwe Boll hat momentan einen heftigen Output an Filmen. Und darunter gibt es nicht immer nur Müll zu finden. "Postal" war vor drei Jahren ein heftiger Spass und "Tunnel Rats" ein äusserst interessantes Kriegsdrama. Vor einigen Wochen hat Boll seinen neuen Film "Auschwitz" angekündigt. Nun scheint es so, als ob Boll die für Auschwitz benutzten Kulissen gleich nochmals benutzen wollte für einen etwas sonderbaren Streifen.