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Montag, 9. Mai 2011

LEGEND OF THE FIST: THE RETURN OF CHEN ZHEN


Donnie Yen meldet sich nach "Ip Man 2" wieder zurück.

Inhalt:
Shanghai 1925: Die japanischen Besatzer kontrollieren mit brutaler Härte den nördlichen Bezirk der pulsierenden Weltstadt, um heimlich ihre anstehende Invasion vorzubereiten. Dort liegt der glamouröse Nachtclub Casablanca, ein Treffpunkt für die chinesischen Triaden, hochrangige japanische Offiziere und internationale Spione. Mitten im Geschehen: Kung-Fu-Kämpfer Chen Zhen, der inkognito in seine Heimatstadt zurückgekehrt ist. Vor vielen Jahren rächte er den blutigen Mord an seinem Meister und floh danach ins Ausland. Als maskierter Widerstandskämpfer versucht er den Japanern Einhalt zu gebieten. Die Lage spitzt sich zu, als eine Todesliste mit unliebsamen Regimegegnern veröffentlicht wird und Chen Zhen vom unbarmherzigen japanischen Oberst Chikaraishi herausgefordert wird...

Ich muss zugeben, mit den alten Bruce Lee-Filmen kann ich nicht viel anfangen, was jedoch nicht mit Lee oder seiner Kampfkunst zu tun hat. Die Filme sagen mir einfach nicht zu. So kannte ich zum Beispiel die Figur Chen Zhen, welche in "Legend of the Fist" von Donnie Yen verkörpert wird, überhaupt nicht.

Jedenfalls, mit "Legend of the Fist" kreierten die Produzenten kein Remake der alten "Fist"-Filme, sondern addierten ein neues Kapitel zu Chen Zhens Geschichte. Und dies optisch schon mal äusserst ansprechend. Das gezeigte Shanghai der 20er Jahre wurde treffend in Szene gesetzt. Und auch der Club "Casablanca" (was für eine Anspielung), in welchem ein Grossteil der Story angesiedelt wurde, bringt viel Atmosphäre mit sich.

Auch der Cast wurde passend zusammengestellt. Mit Donnie Yen scheint man sowieso nicht viel falsch machen zu können. Shu Qi in der Rolle der Kiki bringt eine frische Art zu spielen mit in den Film und auch der aus "Hard Boiled" bekannte Anthony Wong in seiner Rolle als chinesischer Tycoon passt ebenso gut. An der Darstellerriege gibts jedenfalls keine grossen Schwächen zu verzeichnen.

Nach dem Trailer erwartete ich mit "Legend of the Fist" einen Martial Arts-Streifen im Stile von "Ip Man". Die gezeigten Actionszenen in der Vorschau waren einfach grandios. Leider muss ich sagen, stellt genau dieser Punkt der einzige Schwachpunkt des Films dar. Action gibts, Martial Arts gibts, aber leider viel zu wenig davon. Der Film lebt mehr von seiner Story (was nicht unbedingt schlecht sein muss), aber ich erwartete leider etwas ganz anderes.

Fazit: "Legend of the Fist" ist ein guter Streifen, enttäuscht jedoch auf der Actionebene. Donnie Yen liefert jedoch ein weiteres Beispiel dafür ab, einer der grössten Actionstars Asiens zu sein.

Schulnote 4.75

"LEGEND OF THE FIST" on IMDB.COM
"LEGEND OF THE FIST" on OFDB.DE
"LEGEND OF THE FIST" on MOVIEPILOT.DE


Donnerstag, 21. April 2011

JEAN-CLAUDE VAN DAMME: BEHIND CLOSED DOORS - Episode 5


Episode 5 von Jean-Claude van Dammes Reality Show ist online. Wünsche viel Vergnügen.

Episode 5 - Teil 1


Episode 5 - Teil 2


Episode 5 - Teil 3

Donnerstag, 14. April 2011

JEAN-CLAUDE VAN DAMME: BEHIND CLOSED DOORS - Episode 4


Episode 4 von JCVD's Reality Show ist seit wenigen Stunde online auf Youtube. Enjoy.

Episode 4 - Teil 1


Episode 4 - Teil 2


Episode 4 - Teil 3

Samstag, 9. April 2011

JEAN-CLAUDE VAN DAMME: BEHIND CLOSED DOORS - Episode 3


Die dritte Episode zu JCVD's Reality Show "Behind Closed Doors" ist seit kurzen online. Enjoy.

Episode 3 - Teil 1


Episode 3 - Teil 2


Episode 3 - Teil 3

Mittwoch, 30. März 2011

Trailer: 13 ASSASSINS (Takashi Miike)


Takashi Miike is back und präsentiert uns mit "13 Assassins" erneut ein faszinierendes Werk. Seht selbst.

Sonntag, 16. Januar 2011

Trailer: HOSELUPF (Swiss Martial Arts...)


Voller Stolz präsentiere ich euch den Trailer und einige Promo-Szenen zu "Hoselupf", einer witzigen Dokumentation über DIE Schweizer Kampfsportart schlechthin... Schwingen. Komiker Beat Schlatter lässt sich mit 49 Jahren auf dem Buckel zum Schwinger ausbilden. Könnte unterhaltsam werden. Ab 17. März 2011 im Kino.

Freitag, 3. Dezember 2010

IP MAN 2


"Ip Man" war Anfang 2010 der DVD-Hit schlechthin. Teil zwei hatte also eine schwere Bürde zu tragen - einen richtig guten Vorgänger. Kann "Ip Man 2" ebenso überzeugen?

Inhalt:
Nachdem Ip Man (Donnie Yen) im zweiten Sino-Japanischen Krieg seine Kampfkünste gegen die Japaner einsetzte, flüchtet er 1949 nach Hongkong und versucht dort, eine Wing Tsun-Schule zu etablieren. Als der mächtige Master Hung (Sammo Hung) dies erfährt, stellt er Ip Man vor eine heikle Aufgabe. Dieser soll sich zunächst in einem Kampf auf Zeit gegen Kämpfer aller möglichen Stile den nötigen Respekt verdienen. Auch seitens eines korrupten Polizei-Intendants (Charlie Mayer) und dem britischen Box-Champion Twister (Darren Shahlavi) droht weitere Gefahr. Für Ip Man geht es erneut um die Ehre des chinesischen Volks...

Als erstes, ich kenne die wirkliche Lebensgeschichte Yip Mans (fragt mich nicht wegen der Schreibweise) nicht wirklich. Als ich vor Jahren noch Wing Chun praktizierte waren Bilder Yip Mans in vielen Büchern zu finden und mein Sifu erwähnte seinen Namen hin und wieder. Der Film "Ip Man" erzählte damals die Geschichte der Geschehnisse in der chinesischen Stadt Foshan während des zweiten Chinesisch-Japanischen Krieges in den dreissiger Jahren. Der vorliegende zweite Teil spielt im Hong Kong der Fünfzigern.

Als erstes fällt gleich auf, dass der Soundtrack dem des ersten Teils angepasst wurde. Zumindest hört sich der Sound ziemlich ähnlich an, was ich aber als positiven Punkt werte, ist die Musik doch sehr eingängig. Regisseur Wilson Yip, der schon den ersten Teil zu verantworten hat, führt den Stil des Vorgängers eins zu eins weiter. Als Zuschauer fühlt man sich sofort wieder in der Welt Yip Mans willkommen.

Donnie Yen ist eine Wucht. Obwohl der dem richtigen Yip Man nicht wirklich ähnlich sieht, seine Art, den grossen Wing Chun-Meister zu spielen ist einfach toll und jederzeit glaubbar. Noch überzeugender sind jedoch seine Wing Chun-Szenen. Ich gebe zu, so ein grosser Experte wie ich es gerne geworden wäre, bin ich nun letztendlich doch nicht. Aber ich erkannte doch viele Moves wieder, das Siu Nim Tao, die berühmten "klebenden Hände" Chi Sao, Kettenfaustschläge - das war klar Wing Chun. Ich verstehe nur einige negative Reviews nicht, die hier einige Martial Arts-Details bemängelten. Da bekommt Wing Chun endlich mal eine grossartige Plattform um sich zu präsentieren, da kann man doch ruhig gerne über einige wirklich unnötige Punkte hinwegsehen. Zudem muss doch auch beachtet werden, dass Donnie Yen zwar ein Martial Arts-Experte ist (Wushu, Tai Chi, Taekwondo, Kickboxen uvm.), es jedoch sehr schwierig ist, einen neuen Stil zu adaptieren und glaubwürdig zu präsentieren. Und wenn man dann die hohe Geschwindigkeitsabfolge der Kämpfe sieht und wie unglaublich sich Donnie Yen mit Wing Chun-Attacken zur Wehr setzt, so darf der Gute wirklich hoch gelobt werden.

Unterstützt wird Yen auch im zweiten Teil wieder durch sehr motivierte Darsteller, welche auch hier wieder vollen Körpereinsatz geben. Ein grosser (und auch dicker) Bonus ist aber Sammo Hung, der hier ganz grosses Martial Arts-Kino präsentiert. Simon Yam ist ebenso wieder mit von der Partie. Und als grosser Bösewicht wurde Darren Shahlavi engagiert, der sich in unserem Raum auch langsam einen Namen macht, spielte er kürzlich in Steven Seagals "Born to raise Hell" mit und wird demnächst im Hollywood-Streifen "Red Riding Hood" eine Nebenrolle haben. Als mieser Bad Guy machte er jedenfalls auch hier wieder eine gute Falle.

Ein minimaler Abzug bekommt der Film in Sachen Fights leider doch. Denn, verglichen mit dem ersten Film wurde hier meines Erachtens zu viel mit Gummiseilen gearbeitet. Yip Mans Gegner fliegen teilweise gleich zehn Meter weit weg. Auch der Kampf Ip Mans auf dem runden Tisch gegen die anderen Kampfschulbesitzer war zwar originell, jedoch nicht sehr realistisch anzusehen. Dies ist auch einer der wenigen Punkte, die den zweiten Teil etwas hinter dem ersten platzieren lassen.

Dass die Englischen Besatzer hier wirklich nur als comichaft-böse Charaktere wirken, scheint beabsichtigt. Das war auch beim ersten Teil schon so - die Japaner kamen damals auch nicht symphatischer rüber. Darren Shahlavi spielt seinen Charakter, den Boxer Twister, genau nach dieser Vorgabe. Ein Typ, den man als Zuschauer einfach hassen muss.

Etwas wenig Rücksicht wurde auf Yip Mans Familie und deren Probleme genommen. Dass Ehemann Yip seine Frau während der Geburt ihres Kindes alleine lässt um gegen Twister zu kämpfen, mag dem Zuschauer, der etwas mitdenkt, vielleicht etwas komisch vorkommen. Ob dies nur eine Ausgeburt des Drehbuchs war oder ob dies wirklich in etwa so geschehen ist, i don't know.

Allgemein kann ich nicht sagen, wie genau dieser Film Yip Mans Geschichte wiedererzählt. Aber das ist schlussendlich doch egal. Yip Man wurde dank Donnie Yen ein grosses filmisches Denkmal gesetzt.

Fazit: Wer "Ip Man" schon gut findet, muss bei "Ip Man 2" einfach zugreifen. In der Endabrechnung ist die Fortsetzung weder besser noch schlechter als Teil eins, die minimalen Minuspunkte wegen den teils unrealistischen Fights macht der starke Auftritt Sammo Hungs wieder wett. Also, zugreifen und geniessen.

PS: Im Januar 2011 folgt das Prequel "Ip Man Zero". Wie gut dieses dann sein wird und ob der Abgang Donnie Yens verkraftet wird, werden wir dann sehen.

Schulnote 5.5

"IP MAN 2" on IMDB.COM
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"IP MAN 2" on MOVIEPILOT.DE
Yip Man


Mittwoch, 1. Dezember 2010

Trailer: GAME OF DEATH (Snipes)

Wesley Snipes hat ja zur Zeit so seine Probleme. Angeblich muss der Schauspieler demnächst seine dreijährige Haftstrafe antreten. Immerhin scheint sein für einige Jahre wohl letztes Werk "Game of Death" ein ganz ordentlicher B-Streifen zu sein. Mit an Bord neben Snipes, Gary Daniels, Zoe Bell und Robert Davi. Nice cast. Bei uns ab März 2011 im Handel.

Dienstag, 30. November 2010

ONG BAK 3


"Real Fight is back" hiess es noch auf dem Cover zu "Ong Bak 2". Zugegeben, schon verglichen mit dem grandiosen ersten Teil war "Ong Bak 2" einfach nur ein guter Martial Arts-Streifen, aber nichts spezielles mehr. Kann der dritte Teil der thailändischen Vorzeige-Martial Arts-Reihe wieder vollends überzeugen?

Inhalt:
Tien (Tony Jaa) hat fast alles verloren: Vater, Stiefvater und seine Brüder wurden ermordet. Völlig erschöpft und am Ende seiner Kräfte verlassen ihn nun auch die Kampfkünste, für die er sein ganzes Leben hart trainiert hat. Gefangen genommen von Lord Rajasena (Sarunyu Wongkrachang), wird er zu 13 grausamen Folterstrafen verurteilt und schließlich zu Tode gequält. Von den Dorfbewohnern wiederbelebt, versucht Tien seine Kräfte neu zu finden und die Dämonen der dunklen Seite seiner Seele zu bändigen. Der gebrochene Muay-Thai-Krieger erlernt durch Meditation und Disziplin die neue Kampfkunst Natayuth. Diese macht ihn stärker als jemals zuvor. Unaufhaltsam bereitet er sich auf eine grausame Rache an seinen Peinigern Demon Crow (Dan Chupong) und Rajasena vor.

Unglaublich, es ist schon etwa sieben Jahre her, da staunte ich, wie dieser mir unbekannte Thailänder, Tony Jaa genannt, von einigen Typen aufgemischt wurde. Er flüchtete, wurde in einer Gasse gestoppt, drehte sich und sprang einfach über die Köpfe und Schultern seiner Gegner hinweg. Keine Stuntmen, keine Gummikabel, dies war echt. Dies war "Ong-Bak". Mit dem folgenden Werk "Tom Yum Goong" legte Jaa das Level nochmals um einiges höher und zeigte noch unglaublichere Martial Arts-Szenen, die dem Zuschauer den Unterkiefer für gut neunzig Minuten herunterklappten. "Ong Bak 2" folgte vor einem Jahr - und war gut. Punkt. Mehr gibts über diesen Film nicht mehr zu sagen.

Nun, das vorliegende Werk "Ong Bak 3" sollte nun die finale Runde dieser Trilogie einläuten. Trilogie... ein grosser Begriff, denn den Zusammenhang zwischen Teil eins und zwei sah und sehe ich noch immer nicht. Egal. Teil drei setzt nun die Story des Vorgängers direkt fort. Und dies äusserst brutal. Tien (Jaa) wird auf höchstem Jack Bauer-Level brutal gefoltert, was absolut schonungslos präsentiert wurde. Und anschliessend folgt die grosse Langeweile.

Mein Gott, war dieser Film langweilig, zäh, mühsam, einschläfernd. Ich hätte nie gedacht, dass ein Tony Jaa-Film mich dermassen zermürben würde. Fightszenen waren äusserst selten. Und wenn dann mal der Kampf im Fokus war, dann spielte dies oft im dunkeln ab. Die Story selbst, bei Jaa-Filmen stets nie das Highlight, ist hier noch das grössere Übel. Stellenweise konnte ich kaum folgen was gerade auf dem Screen geschah, etc.

An Tony Jaa lags jedenfalls nicht, überzeugte er auch hier wieder in den Kampfszenen. Doch vom sogenannten "Aaaaaaah"-Effekt des ersten Teils ist leider nichts mehr übrig. Solide Martial Arts-Kost gibts von Jaa. Jedoch viel zu selten - und viel zu schlecht umgesetzt vom Kamerateam.

Jedoch, eine Erklärung für dieses miese Werk gibt es. Tony Jaa scheint sich mit der Produktionsfirma Sahamongkol überworfen zu haben und "Ong Bak 3" besteht angeblich zum grössten Teil aus Rest-Szenen von Teil zwei. Jaa war selbst mit dem Resultat unzufrieden. So unzufrieden, dass er sich in ein thailändisches Kloster zurückzog und es noch unklar ist, ob "Ong Bak 3" der unrühmliche Abgang eines grossen Martial Arts-Künstlers darstellt. Es wäre schade.

Fazit: Diesen Film um alles in der Welt vermeiden. Nicht mal die Ausleihgebühr wert. Entgeht der Mindestnote nur wegen Tony Jaa.

Schulnote 2.0

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Donnerstag, 4. November 2010

UNDISPUTED III: REDEMPTION


Scott Adkins is back... und wie...

Inhalt:
Boyka sitzt noch immer im russischen Knast. Sein Knie ist vom Kampf gegen Iceman Chambers noch immer lädiert, der Respekt, den die anderen Gefangenen von dem einst unbesiegten Knastfighter hatten, wich dem Spott. Als ein neues Turnier mit Gefangenen aus der ganzen Welt veranstaltet werden soll, versucht Boyka, sich wieder in Kampfform zu bringen. Doch wird sein Knie die Belastungen aushalten?

Wir erinnern uns, Walter Hills "Undisputed", damals mit Wesley Snipes und Ving Rhames in den Hauptrollen, war ein durchschnittlicher Knastklopper, der zwar mit etwas Atmosphäre, jedoch nur mässigen Kampfszenen aufwarten konnte. Als "Undisputed II" angekündigt wurde, horchten viele Actionfans auf. Es gab zwar keine Darsteller mit den ganz grossen Namen mehr, aber dafür einen Hauptdarsteller namens Scott Adkins. Adkins, ein erstklassiger Martial Arts-Star im besten Alter, verfügt nicht nur über eine beindruckende Physis, er hat auch die Ausstrahlung um einen Film dieser Art tragen zu können. Unterstützte ihn in Teil zwei noch Michael Jai White als Hauptdarsteller, trägt Adkins den vorliegenden dritten Teil nun alleine.

Adkins Figur Boyka ist kein netter Junge. Verknackt wegen mehrfachen Mordes war er der perfekte Villain. Doch nun ist er der alleinige Hauptdarsteller. Wie kann sich der Zuschauer mit dieser unbarmherzigen Killermaschine identifizieren? Nun, eigentlich gar nicht. Regisseur Florentine machte aus Boyka nicht irgendwie einen besseren Menschen um dem Publikum igendeinen Anreiz zu geben um mit Adkins Figur mitzuleiden. Dafür platzierte Florentine eine stattliche Anzahl an exotischen Kämpfern um Boyka herum, die den Zuschauer gut bei Laune hielten. Zudem bekam Boyka einen Sidekick namens Turbo - und in beinahe bester Buddy Movie-Tradition können die beiden sich überhaupt nicht riechen und werden gezwungen zusammenzuarbeiten, was zu einigen köstlichen Szenen zwischen den ungleichen Fightern führt. Trotzdem, Boyka liegt dem Zuschauer irgendwie am Herzen. Er ist nun der Underdog, der an einem zerstörten Knie zu leiden hat, jedoch zu gleich noch immer das Bedürfnis zu kämpfen hat.

Die Story ist bei der "Undisputed"-Reihe aber bei weitem nicht das wichtigste Element. Hier regiert der Kampf. Und der Zuschauer darf sich vom Überfighter Scott Adkins und seinen Schauspielkollegen wirklich optisch verwöhnen lassen. Dank vielen Zeitlupen und genialen Kamerafahrten wird der Zuschauer Zeuge von ultraharten Fights, welche jederzeit glaubhaft wirken und einfach grossartig auf dem Screen zur Geltung kommen. Und obwohl die Story das Rad nicht neu erfunden hat, bleibt nach Filmende doch ein Lächeln auf dem Gesicht des Zuschauers zurück. Das Ende, man mag es kitschig nennen, konnte mich überzeugen - und mir bleibt die Hoffnung, dass das Duo Florentine/Atkins sich auch noch ein weiteres Male zusammenraufen wird.

Fazit: Die Undisputed-Reihe ist ein Phänomen, die Sequels werden nämlich besser und besser. Wenn dieser Trend anhält, dann würde ein eventueller vierter Teil wohl epische Ausmasse haben. Ich würde mich freuen.

Schulnote 5.5

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Sonntag, 31. Oktober 2010

Trailer: IP MAN ZERO (2011)


Ab Januar in den Regalen unserer Kaufhäuser: Das Prequel zu "Ip Man" und "Ip Man 2" - "Ip Man Zero". Ob dieser Teil wirklich nötig sein wird werden wir sehen.

Leider ist sind einige Trailer des Films auf Youtube verschwunden. Hier ist der Trailer nun wieder zu sehen. Sollte der Link nicht mehr gehen, bitte einen Comment platzieren.





Mittwoch, 20. Oktober 2010

BORN TO RAISE HELL


Seagal is back... back in Romania...

Inhalt..
Bobby (Steven Seagal) leitet die International Drug Task Force in Rumänien. Mit seinem Team ist er auf der Jagd nach Costel (Darren Shahlavi), einem brutalen Dealer, Vergewaltiger und Mörder in Personalunion. Als sein Partner Steve (D. Neil Mark) von Costel erschossen wird, startet Bobby einen unstoppbaren Rachefeldzug...

Steven Seagal ist zur Zeit ein vielbeschäftigter Mann. Mit seiner Real-TV Serie "Steven Seagal: Lawman" hat Big Steven die Serienwelt erobert. In Robert Rodriguez "Machete" lag sogar eine grössere Nebenrolle für den Ex-Kinostar drin und seine nächste Serie "True Justice" ist auch in Produktion. "Born to raise hell" könnte für eine Weile seine letzte DTV-Produktion gewesen sein.

Als ich damals hörte, dass dieser Film in Rumänien gedreht wird, waren meine Erwartungen gleich ziemlich tief in den Keller gerutscht. Da hat Seagal in letzter Zeit in den USA und Kanada doch wirklich ordentliche B-Kracher geschaffen - warum also die Rückkehr nach Osteuropa? Beantwortet wurde diese Frage nie. Vielleicht war Seagal vertraglich noch irgendwie an Voltage Pictures gebunden und die wollten einfach noch einen schnell produzierten Streifen mit Big Steven aus dem Boden stampfen. Möglich.

Jedenfalls, "Born to raise hell" ist nicht so schlecht wie ich zuerst befürchtet habe. Der Film hat einen ordentlichen Anteil an Blut und Blei, die Regie wirkt okay, nur einige wenige Speed-Ups nerven ein wenig. Zudem hat Regisseur Lauro Chartrand ein Faible für kleine Grafik-Spielereien, welche nicht unbedingt hätten sein müssen, jedoch auch nicht unbedingt ein Dorn im Auge sind.

Ein Dorn im Auge war mir jedoch die Location. Waren Seagals letzte DTV-Ausflüge optisch ein wenig ansehnlicher geworden (ich denke jetzt vorallem an "The Keeper"), ist "Born to raise hell" mit seinen alten rumänischen Bauten sicherlich ein Rückschritt. Immerhin spielt die Story in Rumänien, was dem Drehort natürlich eine gewisse Rechtfertigung verschafft.

Erfreulich ist zu vermelden, dass Steven Seagal äusserst engagiert an der Arbeit war. Regisseur Chartrand liess ihn auch doch des Öfteren von der Leine, und dies nicht mal übel. Die Kampfszenen waren grösstenteils Überzeugend und Seagal zeigt auch hier wieder, dass er trotz bald sechs Jahrzehnten auf dem Buckel, immer noch die Knochen der Gegner zu zerbersten weiss. Auch bei diesem Film schrieb Steven wieder das Drehbuch, was sicherlich auch erklärt, warum er seinem Charakter eine etwa zwanzigjährige Freundin kreierte, welche natürlich sich obligat unterwürfig ihrer Kleider entledigen darf und dem Seagal eine Freudenstunde im Bett bescherrt. John Woo's Markenzeichen sind seine Tauben, Kevin Smith hat seine beissenden Dialoge, nun, auch Seagals Werke haben nun irgendwie ein Markenzeichen bekommen... ;-)

Die anderen Darsteller sind dem Zuschauer grösstenteils unbekannt. Herausstreichen kann ich höchstens Darren Shahlavi, der hier den Bad Guy mimte. Shahlavi hat eine bewegte Martial Arts-Vergangenheit hinter sich und kann in körperbetonten Szenen auch überzeugen.


Fazit: So schwach ist "Born to raise hell" nicht. Die Action überzeugt, Seagal wirkt voll bei der Sache und langweilig wirds auch nicht. Nur leider wirkt das Setting in den meisten Szenen sehr billig. Und zudem kam das typische Seagal-Feeling bei mir nicht auf. Jedoch für Seagal- und B-Fans sichlich ein Muss.

Schulnote 4.5

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