Montag, 27. Dezember 2010

TITANIC 2


Eines vorweg - ich wusste, worauf ich mich einliess...

Inhalt:
Zum 100jährigen Jubiläum der Titanic -Jungfernfahrt und der Katastrophe im Jahr 1912 läuft im Jahr 2012 ein hochmoderner Luxusliner mit dem Namen Titanic 2 vom Stapel, um auf seiner ersten Fahrt die Original-Route des Vorgängers zu befahren. Allen schlechten Omen zum Trotz sticht das vollbesetzte Schiff in See. Das Schicksal fühlt sich wohl herausgefordert, denn ein herannahender Taifun treibt einen Eisberg genau in die Route des Schiffs. Müssen Passagiere und Mannschaft erneut auf hoher See ums Überleben kämpfen?

Von den Machern von "Transmorphers", "Snakes on a Train" und dem "Sunday School Musical" wurde "Titanic 2" auf Kurs geschickt. Aber... warte mal... Transmorphers? Train? Haben sich beim Schreiber heute einige Fehler eingeschlichen?

Nein. Denn die Produktionsstube "The Asylum" hat sich auf sogenannte Mockbuster spezialisiert - Filme, die klare Billig-Versionen bekannter Werke darstellen - oder zumindest suggerieren, eine Fortsetzung eines grossen Blockbusters zu sein. Dies ist meine erste Erfahrung mit einem Asylum-Film. Eine Art Aldi-Titanic - das musste ich einfach sehen.

Bekannte Namen waren praktisch keine Anwesend. Bruce Davison ("Knight Rider 2008") gehört da noch zu den populäreren Darstellern. Shane Van Dyke hat eine der Hauptrollen inne und ist ebenso Regisseur dieses Werks. Der Sohn von TV-Serien-Ikone Barry Van Dyke kann jedoch nicht mit dem Charisma seines Vaters mithalten und auch nicht mit dem Charme seines Grossvaters Dick Van Dyke. Marie Westbrook als überforderte Schiffs-Krankenschwester Amy wirkt absolut blass. Auch der Rest des Casts ist nicht der Rede wert.

Die "Titanic 2" selbst wirkt wie eine verlängerte Version seines Vorgängers. Da das Schiff jedoch von Special Effects der eher zweifelhafteren Sorte auf den Schirm gepresst wurde, wirkt das Set sowieso unglaubwürdig. Kann das Aussenleben des Schiffes jedoch mit Mühe und Not als Titanic-Kartonage durchgehen, ist das Innenleben des Schiffes äusserst Armselig dargestellt. Siehe die Brücke. Sind da etwa Fensterläden im Hintergrund zu sehen?

Die Special Effects, der Leckerbissen der James Cameron-Titanic von 1997, sind in dieser Low Budget-Produktion, wie bereits erwähnt, äusserst billig. Da steht Bruce Davison zu Beginn des Films auf einer Eisscholle. Jedoch ist mehr als nur ersichtlich, dass diese Szene im Studio gedreht wurde. Auch als der Surfer am Anfang aufs unbewegliche (!) Meer hinaus schaut...

Fazit: Wie in der Einleitung bereits erwähnt, ich wusste, worauf ich mich einliess. "Titanic 2" ist eine absolute low budget Variante eines Blockbusters von 1997. Die billigen Effekte, das eher niedrige Schauspiellevel und das kaum vorhandene Drehbuch lassen wirklich keine Freude aufkommen. Ausser man hat irgendwie Spass an einem Werk dieser Qualitätsklasse. Und dieser war sogar irgendwie vorhanden, so lächerlich war das Gezeigte stellenweise. Ich dachte ursprünglich, "Titanic 2" wird der neue Tiefpunkt meiner Blogger-Karriere werden. Dies ist jedoch dank eines netten Unterhaltungsfaktors nicht der Fall. Der Film ist schwach, mehr nicht.

Schulnote 2.5

"TITANIC 2" on IMDB.COM
"TITANIC 2" on OFDB.DE
"TITANIC 2" on MOVIEPILOT.DE

Kommentare:

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