Mittwoch, 17. Dezember 2008

STORMBREAKER


Irgendwie stolperte ich im Media Markt über eine günstige DVD namens "Stormbreaker". Ewan McGregor, Mickey Rourke, Damian Lewis, Robbie Coltrane, Alicia Silverstone... nicht ganz unbekannte Namen. Konnte der Film halten, was die Story zu versprechen scheint?

Inhalt:

Alex Rider hat seinen Onkel Ian immer für einen langweiligen Banker gehalten. Um so überraschter ist er, als er erfährt, dass er Top-Agent des britischen Geheimdienstes MI6 war. Leider nur „war“, denn er fällt einem russischen Killer zum Opfer. Prompt wird Alex von Blunt, dem MI6-Chef, als Ersatz für seinen Onkel ausgewählt und erhält eine brisante Mission, die auch James Bond gefallen hätte. Ausgerüstet mit feinsten Gadgets von einem Waffenmeister und einem luxuriösen Appartment samt extrem hübscher Haushälterin, muss Alex schon bald herausfinden, was der undurchsichtige Millionär Darrius Sayle und seine Handlanger, die schöne Nadia Vole und der stets stumm agierende Mr. Grin im Schilde führen – bevor es Millionen von Kindern das Leben kostet!

Hört sich nach einem James Bond Junior-Vehikel an. Doch kann man da jedoch Entwarnung geben. "Stormbreaker" ist kein totaler Kiddie-Film. Klar, die Story, basierend auf den Romanen von Anthony Horowitz, ist eher für junges Publikum gedacht. Doch das lässt den Spass und die Action nicht trüben. Denn in diesem kleinen britischen Film kracht es noch und nöcher.

Gesagt werden muss, dass die genannten grossen Darsteller allerhöchstens in Nebenrollen auftreten. Ewan McGregor's Filmminuten sind sogar an einer Hand abzuzählen. Mickey Rourke als Oberbösewicht und Damian Lewis (bekannt für seine grossartige Rolle in "Band of Brothers") als Auftragskiller sind auch Nebenfiguren. Alicia Silverstone ist in diesem Film leider ziemlich überflüssig - ihre Figur ist sogar eher nervtötend als storytreibend. Jedoch muss gesagt werden, dass eine der besten Szenen des Films ein Fight zwischen Silverstone-Charakter Jack und Bösewicht-Assistentin Nadia Vole darstellt. Die beiden kloppen sich in Kill Bill-Manier im Rider-Anwesen - Parallel dazu wird immer wieder der TV eingeblendet, bei welchem ein ganz ähnlicher Comic-Fight zu sehen ist. Grossartig gemacht.

Die Hauptrolle gehört Alex Pettyfer, der den jungen Alex Rider verkörpert, ein junger und übertalentierter Schüler, der vom MI6 zum Top-Geheimagenten ausgebildet wird. Pettyfer spielt seine wohl erste Hauptrolle auch vollkommen akzeptabel. Man kauft ihm den Mini-Agenten wirklich ab, egal wie unrealistisch das ganze Szenario auch erscheint.

.. denn, solche Szenarien - krasser Bösewicht will die Welt (oder zumindest teile davon) zerstören oder erobern - gehörten früher mit einem 007-Logo versehen. Bösewicht Sayle hat beinahe schon klassisches Bond-Bösewicht-Format, ebenso seine Handlanger.

Als extrem gelungen darf man den Soundtrack bezeichnen. Stets hört den richtigen Song im Hintergrund, was dem Film sicherlich hilft, sich von Kiddie-Verfilmungen abzuheben.

Fazit: Obwohl schon 2007 auf DVD erschienen, ist "Stormbreaker" mein Ersatz für das schwache Bond-Abenteuer "Quantum of Solace". Man darf "Stormbreaker" sicher nicht überbewerten, aber besser als der neue Bond ist dieses Werk allemal - fühlt man sich als Zuschauer einfach wieder in eine "bondesque" Welt versetzt. Zwei Fortsetzungen sind angeblich schon in Planung.

Schulnote 4.75

"STORMBREAKER" on IMDB.COM



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