Mittwoch, 19. Dezember 2007

BLACK DAWN


Viele Künstler mussten schon Tiefpunkte in ihren Karrieren bewältigen. Steven Seagal hat meiner Meinung nach seinen absoluten Tiefpunkt mit "Black Dawn" erreicht, der Fortsetzung des schon ultraschwachen "The Foreigner" aus dem Jahr 2002.

Inhalt:
Ex-CIA-Agent Jonathan Cold gerät auf mysteriöse Weise ins Blickfeld des Geheimdienstes, als er einen gefährlichen Waffenhändler aus dem Gefängnis befreit und einer Terroristenbande dabei hilft, in den Besitz einer Atomwaffe zu kommen - mit der ein Angriff auf die USA geplant ist. Cold ist angeblich tot, warum also taucht er urplötzlich wieder auf - und warum scheint er Terroristen zu unterstützen? Die CIA ermittelt, bis die Terroristen die Nachforschungen wittern und ihnen das ganze Land schutzlos ausgeliefert ist. In einem atemberaubenden Showdown steht und fällt die Sicherheit von Millionen von Menschen mit der Antwort auf eine Frage: Auf wessen Seite steht Cold...?

Die Bedrohung einer Atombombe ist eigentlich eine gute Methode, um den Zuschauer bei Laune zu halten. Geht die Bombe hoch oder nicht. All die unschuldigen Menschen.... etc. Tja, diese Frage stellte sich mir beim Schauen dieses Films nicht. Ich fragte mich eher: "Was ziehe ich morgen zum Arbeiten an? Muss mein Hund noch kurz Gassi gehen? Warum schalte ich eigentlich nicht den TV aus und geh schlafen...?"

Fortsetzungen sind momentan so ein Unding. Jeder Film, der mal halbwegs ein paar Dollar eingespielt hat, bekommt daraufhin ein Sequel, dann ein Prequel - oder umgekehrt. Nur in wenigen Fällen bekommt der Zuschauer auch wirklich etwas gutes vorgesetzt. Voraussetzung für eine Fortsetzung sollte aber zumindest ein guter und erfolgreicher erster Teil sein. War "The Foreigner" denn gut? Nein! Eine Fortsetzung von "The Foreigner" ist total sinnlos. Erstens wird die Story nicht fortgesetzt (Gott sei dank!) und zweitens hat auch Seagals Charakter Jonathan Cold absolut keine Persönlichkeit, die für den Zuschauer irgendwie interessant sein könnte. Wahrlich der blasseste aller Seagal-Charaktere.

Leider hat uns kein Wunder überrascht. "Black Dawn" wurde nicht zum Überraschungshit des Steven. Die Action mau, die Story voller Löcher (zwar nicht ganz undurchsichtig), die Charaktere blass und die Location nicht der Rede wert. Der Rede wert ist aber Steven Seagal. Sein wohl schwächster Auftritt. Hier wird nicht mehr selbst geprügelt. Nein. Der Zuschauer sieht nur ein paar mal Seagals Kopf nach links oder rechts ausweichen und eine andere Kameraeinstellung zeigt uns Seagals Stuntman (dieser natürlich in Topform, der Steven in Unform) den Gegner weichprügeln. Unübersichtlich, schwach geschnitten, nee, ich finde nichts guets an diesem Film. "Black Dawn" schafft es in meinen Augen auch schwächer als die Michael Keusch-Trilogie zu sein. "Shadow Man" hatte wenigstens ein paar wenige Momente, "Attack Force" war trash, jedoch irgendwie unterhaltsam und "Flight of Fury" zwar nicht die Erwähnung wert, jedoch auch nicht unbedingt schlaf fördernd.

Fazit: Dass Steven Seagal nach diesem Niedergang "Mercenary for Justice" und einige Filme später "Urban Justice" drehen durfte, ist wohl ein Geschenk der Filmgötter, denn mit diesem drittklassigen Actionfilm hätte das Filmteam eigentlich einen kollektiven Tritt in den Allerwertesten verdient. Ja, und auch der Steven hätte auch einen verdient. Das war die Fan-Verarsche schlechthin. Schlechtnote wird nur verhindert, da die Story nicht ganz hinter dem Mond hervorgeholt wird.

Schulnote 2.0



Kommentare:

casey hat gesagt…

Ist mir neu, dass das für dich der schlechteste Film ist, auf alle Fälle ist es einer der schlechtesten.

DomPatHug hat gesagt…

"Black Dawn" hatte echt nichts, aber überhaupt nichts, dass einem positiv in Erinnerung bleiben könnte. In "Foreigner" watschelte Steven wenigstens noch selbst durchs Bild. Hier nicht mal das. Actionszenen waren mies - aber echt mies. Nee, mieser Film. Sein schlechtester.

Anwalt hat gesagt…

In meiner Sicht Im Video wird die Verwendung von Bomben Strahlen und anderen Voraus-Technologie ist mehr begeistern können für den Betrachter zu machen.
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