Montag, 17. September 2007

PLANET TERROR


Das war ein Kampf - nein, nicht der Film - sondern, bis es endlich soweit war, dass ich den Film sehen konnte, da die Basler Kinos unfähig scheinen, einen Robert Rodriguez-Film standartgemäss im Tagesprogramm zeigen zu können und der Film nur an 2 Nächten um 23:30 lief. Letzten Samstag Nacht war es aber soweit:

Inhalt:
Eine US-Kleinstadt wird von einer Welle Zombies überrollt. Die Überlebenden, darunter die GoGo-Tänzerin Cherry und ihr Freund El Wray, schlagen zunächst zurück, müssen dann aber vor den Zombies fliehen.

Muss bei einem Zombie-Film noch mehr Inhalt angegeben werden? Ich denke nicht. Als zweiter Teil des Grindhouse-Features präsentiert uns Robert Rodriguez hier einen netten Zombiefilm mit absolut overhypten Splattereffekten. Die Story würd ich nicht wirklich innovativ nennen. Aber, wen interessierts? Was hier geboten wird an Spass und Grusel hat man im Kino schon eine Weile nicht mehr gesehen. Da fliegt Eiter, gemischt mit Blut, Gehirnmasse und Fleisch gleich Kiloweise durch den Bildschirm. Eine Seltenheit im CH-Kino - Einfach ein Riesenspass. :-)

Was absolut nervte war jedoch, dass die Fake Trailer von Eli Roth, Rob Zombie und Edgar Wright zum fehlten. Nur der Trailer zu "Machete" wurde zu Beginn des Films gezeigt, der einen wunderbaren Danny Trejo in Bestform zeigt :-) Die weiteren Trailer ("Werewolf Women of the SS" mit Nicolas Cage, "Thanksgiving" von und mit Eli Roth, "Don't" von Edgar Wright und "Hobo with a Shotgun") werden dann wohl auf der DVD folgen. Schade, dass wir auf diesen Spass verzichten mussten. Das schöne ist, dass "Machete" bei den Zuschauern so gut ankam, dass Rodriguez diesen Film nun wirklich Direct-to-DVD veröffentlichen wird. -> "Machete"

Das schöne an Rodriguez- und Tarantinomovies ist, dass man darauf wetten kann, den einen oder anderen Schauspieler schon von anderen Filmen dieser beiden Regisseuren zu kennen. Und hier zelebriert Rodriguez gleich ein Best-Of seiner Schauspiel-Riege. Tom Savini (Sex Machine in "From Dusk Till Dawn"), Michael Parks (Earl McGraw in "From Dusk Till Dawn", "Kill Bill Vol. 2", "Death Proof"), Carlos Gallardo (El Mariachi in "El Mariachi", Campa in "Desperado"), Bruce Willis (Butch in "Pulp Fiction", Hartigan in "Sin City") und natürlich Quentin Tarantino sind hier wiederzusehen. Dazu kommen weitere bekannte Schauspieler wie Michael Biehn und Naveen Andrews (Sayid in der TV-Serie "Lost"). Zudem hat auch Black Eyed Peas-Sängerin Fergie die Ehre von den Zombies gespachtelt zu werden.

Die Story geht recht zügig voran und 75% des Filmes sind absolut köstliche Unterhaltung, leider ist aber der Schluss recht schwach und langweilig inszeniert. Der Film kann sich jedoch trotzdem eine gute Note ergattern.

Wie Captain Kirk einst sagte: "Das war ein Spass"

Schulnote 5.0

"PLANET TERROR" on IMDB



Donnerstag, 13. September 2007

IDIOCRACY


IDIOCRACY - Bevor ich den Film im Handel entdeckte, hatte ich noch nie davon gehört. Aber der Name Luke Wilson (böse gesagt, der erfolglosere der beiden Wilson-Brüder) steht in der Regel für lockere Unterhaltung.

Inhalt
Joe Bowers (Luke Wilson) arbeitet als Bibliothekar bei der Army und ist nicht unbedingt der intelligenteste Zeitgenosse. Ein optimales Versuchskaninchen also für das streng geheime Projekt des Pentagons. Ein Experiment, bei dem Menschen in einen Winterschlaf versetzt werden um sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder zum Leben zu erwecken. Das auf ein Jahr angesetzte Projekt gerät in Vergessenheit und Joe Bowers und die ihm damals als fruchtbare Partnerin zugeteilte Prostituierte Rita erwachen im Jahre 2505. In Mitten einer inzwischen total verdummten Menschheit und von Blödheit regierten Welt sind die beiden allen anderen mit ihrer Intelligenz haushoch überlegen. Joe nutzt seine Chance und kandidiert bei den Präsidentschaftswahlen in Amerika.

Obwohl der Film absolut dem Genre "Komödie" angehört, ist dieser Film für mich mehr als nur eine kleine dumme Komödie. Idiocracy ist für mich eine satirische Utopie. Interessant, wie die Nebencharaktere als Ausgeburten unserer Medienwelt daherkommen. Sei es die notgeilen Typen, die am liebsten auf jedes frauenähnliche Wesen draufspringen würden - oder der US-Präsident - ein Ex-Wrestlingstar - und natürlich ist auch dieser, wie alle Menschen im 26. Jahrhundert, einfach strohdumm. Krass, wenn man überlegt, welche Macht eine dumm-reiche Göre wie Paris Hilton ("Oh, it's greeat - I love it - I love Germany - I love war - I love bush - I love everything, .....") jetzt schon in den Medien hat - und wer garantiert uns, dass Hilton in 40 Jahren nicht Präsidentin der USA wird (in 40 Jahren verweise ich auf diesen Eintrag hier!!!!!) und das Schulsystem auf ihre Art und Weise verändern wird? :-)

Schauspielerisch war mir nur Luke Wilson, der Bruder von Owen Wilson, wirklich bekannt. Und der spult sein Repertoir an gequälten Gesichtsauszügen im 08/15-Programm runter. Nicht berauschend - auch nicht schlecht. Der Rest des Casts ist okay - der US-Präsident hat noch einigermassen Ausstrahlung :-)

Eine Perle des Kinos liegt uns hier mit dieser Disc nicht vor - jedoch, wer mal sehen möchte, wohin sich unsere Welt (rein übertheoretisch) hinentwickeln könnte, der sollte doch einmal einen Blick auf Idiocracy werfen.

Schulnote 4.75



Dienstag, 11. September 2007

CANNABIS - PROBIEREN GEHT ÜBER REGIEREN



Ein neuer Schweizer Film mit dem Titel CANNABIS - PROBIEREN GEHT ÜBER REGIEREN ist seit einigen Wochen in den Videotheken zu finden.

Inhalt
Der konservative Bundesrat Alois Mumentaler (Hanspeter Müller-Drossaart) hat schon lange den Bezug zum Volk, zu seinen Mitarbeitern und zu sich selbst verloren: Seine repressive Anti-Drogen-kampagne ist ein Flop, die neu gewählte Parteipräsidentin will ihn zum Rücktritt bewegen und seine Ehefrau fordert die Scheidung. Nicht genug: Jetzt diagnostiziert sein Augenarzt bei ihm den «Grünen Star» eine Krankheit, die unbehandelt zur Erblindung führt. Da Mumentaler auf herkömmliche Medikamente nicht anspricht, bleibt nur ein uraltes Heilmittel: CANNABIS. Durch Zufall lernt Mumentaler den 16-jährigen Schüler Remo (Joel Basman) kennen, der ihn fortan mit Cannabis versorgt. Eine Freundschaft entsteht. Remo scheut sich nicht, dem Magistraten unverblümt seine Meinung zu sagen. Und Mumentaler beginnt mehr und mehr seine Sicht der Dinge zu ändern. Durch die ungewöhnliche Freundschaft des jugendlichen Kiffers mit dem alternden Bundesrat wird Mumentaler Leben komplett auf den Kopf gestellt - nicht ohne Folgen für die Schweiz.

Ein schweizer Film, der mit einem brisant-politischen Thema provozieren will - so was find ich schon prinzipiell mal gut. Nur... es ist ein schweizer Film. Ich oute mich jetzt wohl nicht gerade als Freund der schweizerischen Filmszene. Der Grund ist ganz einfach. Schweizer Filme, egal wie witzig sie auch sein wollen - ohne die typische schweizer Hinterwäldler-Melancholie gehts einfach nicht. Kleinere Ausnahmen sind für mich die Filme "Snow White" (kann locker im international Filmgeschäft mithalten), "Achtung, Fertig, Charlie" und "Neutre" (Fast unbekannter westschweizer Film über einen Zug der Schweizer Armee, der versehentlich die Französische Grenze überquert). Ansonsten - was haben wir Schweizer Filmmässig noch zu bieten? Viktor Giacobbo oder Marco Rima haben beide in den letzten Jahren einige absolut ansehliche Filme produziert. National gesehen gehts unserem Land aus filmischer Sicht nicht so schlecht. Nur, ich frag mich, warum es unseren Filmemachern nicht möglich ist, einen Film zu produzieren, der auch international mal gefragt sein könnte. Die Dänen können's doch auch, die Asiaten produzieren Perle um Perle, die Franzosen sowieso, die Engländer auch, ja sogar unser Nachbarland Österreich hat einige Werke mit internationalem Ansehen in ihrem Fundus - Siehe die Haneke-Filme. Aber wollen wir nicht zu weit abschweifen.

Cannabis überzeugt auf nationaler Ebene - jedoch nicht als provozierend-rebellischer Film gegen unser politisches System (oder überhaupt wirklich provozierend), sondern als absolut familientaugliche Unterhaltung. Bundesrat Mumentaler wird von Hanspeter Müller-Drossaart so gespielt, wie man sich einen Schweizer Politiker wirklich vorstellen kann. Ein netter älterer Mann mit zu Beginn verbohrt-konservativer Einstellung, welche jedoch im Verlaufe des Films komplett gedreht wird. Jedoch hat Müller-Drossaart seine Rolle wirklich gut gespielt. Ich mochte ihn als Bundesrat sehr - nur die Skateboard-Szene war absolut lächerlich (soll für schweizerische Verhältnisse wohl lustig sein). Joel Basman hingegen überzeugte mich in seiner Rolle als Teenager Remo überhaupt nicht. Zu künstlich wirkte sein Schauspiel auf mich. Und zu überkonstruiert war die Freundschaft zwischen Remo und Mumentaler für mich. Als Freundin von Remo war Schauspielerin Deleila Piasko engagiert worden. Sie konnte jedoch schauspielerisch wieder überzeugen - zudem ist Deleila eine sehr attraktive Frau - also überzeugte sie mich gleich doppelt :-)

Der Film hat aber eben mit zu vielen Schwächen zu kämpfen. Der Mix aus Teenie-Film und politischer Satire passt in diese Falle nicht zusammen. Da hätte man vorher überlegen müssen: Welche Zielgruppe wollen wir überhaupt ansprechen? Denn, dieser Mix, der die alte und die junge Generation gleichermassen ansprechen soll, gelingt hier überhaupt nicht. Zu lahm für die Jungen, zu hip für die Alten.

Alles in allem ein netter schweizer Film für Zwischendurch - auf nationaler Ebene knapp genügend. Jedoch wäre es schön, würde dem schweizer Film demnächst mal ein kleiner Quentin Tarantino entwachsen.

Schulnote 4.0

PS. Als Zugabe zur DVD gabs ein Cannabis-Bonbon, was ich doch als nette Idee empfand :-)


Montag, 10. September 2007

THE BOURNE ULTIMATUM


Da das Basler Kino es nicht fertig gebracht hat "Planet Terror" länger als 10 Tage im Programm zu lassen (Skandal sondergleichen), musste der heutige Ausflug ins Kino halt in die Welt des Jason Bourne führen.

Inhalt
Jason Bourne taucht ein weiteres mal an die Öffentlichkeit, nachdem ihm der englische Reporter Simon Ross auf die Operation Blackbriar aufmerksam macht - ein Upgrade zum Projekt "Treadstone", welchem Jason Bourne angehörte. Bourne veranlasst ein Treffen mit Ross, welches Jason einige Erinnerungen an seine vergessene Vergangenheit hervorbringt. Ross wird jedoch noch während des Treffens getötet und Bourne macht sich auf, endgültig seine dunkle Vergangenheit aufzudecken.

Die Jason Bourne-Filme waren ja immer kleine Höhepunkte der jeweiligen Filmjahre (2002, 2004). So ist es auch im 2007. Jason Bourne ist zurück. Und wie. Im James Bond-Modus reist Jason durch die halbe Welt, rennt durch exotische Orte auf der Suche nach seinem wahren Ich. Und dank der genialen Kameraführung ist der Zuschauer stets mit von der Partie. Das Gefühl einer Dokumentation kommt stets hervor, so real wurde hier gefilmt, stets an den jeweiligen Orten, im Gegensatz zum ersten Teil, wo Prag noch als Zürich herhalten musste (remember: "wacccchhen Sie auf - sie kkkkönnnen hier nicht schlafffen" :-)).

Schön wurde die Action im Film verteilt. Ruhigere Momente wechseln sich gekonnt mit den tollen Actionsequenzen ab, welche auch hier wiederum sehr bodenständig inszeniert wurden. No Bullet-Time, fast kein CGI - ein richtiger Old-Schooliger Film quasi, der jedoch mit 21th Century-Speed geschnitten wurde. Speziell zu erwähnen ist unter allen Actionszenen sicher der Kampf Bourne gegen Besh Douksani, der Killer, der Jason in Marokko erledigen will. Hier gehts schön hart zur Sache, erinnert ein klein wenig an die Eröffnungsszene von Casino Royale.

Matt Damon spielt seinen Jason Bourne mit hervorragender Routine. Es gibt eben Schauspieler, die perfekt auf eine Rolle passen - so passen Matt Damon/Jason Bourne zueinander wie Zwillinge. Wundert mich, ob auch ohne Matt Damon, der bisher einen vierten Bourne-Film verneint, die Serie fortgesetzt wird. Da die Bourne-Filme regelmässig Top an den World-Wide Box Office's sind, muss damit zu rechnen sein, dass wer-weiss-ich in 3 Jahren als Jason Bourne zu sehen sein wird.

Im übrigen wahren Julia Stiles und Joan Allen in ihren gewohnten Rollen zu sehen. Auch diese meistern ihre Charaktere sehr gut. Zu erwähnen ist auch der deutsche Schauspieler Daniel Brühl, der hier als Bruder der verstorbenen Marie Kreutz (Franka Potente - ihr Gesicht ist auf einigen Aktenbildern ebenso zu sehen) einen kurzen Aufritt hat.

Der Film hat ein offenes Ende (keine Spoiler hier) und man kann gespannt sein, ob Jason Bourne in einem Pre/-Sequel wirklich zurück kommt. Wenn ja, dann aber bitte mit Matt Damon.

Schulnote 5.5

"The Bourne Ultimatum" on IMDB

Sonntag, 9. September 2007

THE BIG SLEEP




Da das Basler Stadtkino momentan einige Klassiker des Film Noir über die Leinwand flimmern lässt und darunter natürlich auch einige Filme des grossen Humphrey Bogart zu sehen sind, konnte ich nicht zögern und sah mit 2 Freunden am Samstag Abend "The Big Sleep" (dt. "Tote schlafen fest")

Inhalt:
Los Angeles, die Stadt der hellen Lichter und der dunklen Schatten, in den 40ern: Ein Privatdetektiv wird mit einem - scheinbar - unspektakulären Erpressungsfall beauftragt. Im Laufe seiner Ermittlungen stößt er auf ein abgründiges Geflecht aus Korruption, Rauschgifthandel und Gewalt. Bogart und Bacall, im Leben wie im Film ein Traumpaar der ganz besonderen Art, in ihrem größten geheimnisvollen Auftritt: Mit "The Big Sleep", einem der ganz großen Klassiker der "Schwarzen Serie", schrieben sie Filmgeschichte. Die Figur des illusionslosen Schnüfflers Philip Marlow sollte nach "The Big Sleep" auf ewig untrennbar mit Humphrey Bogart verknüpft bleiben.

Die schauspielerische Leistung eines Humphrey Bogarts muss eigentlich nie angezweifelt werden. Denn, auch in "The Big Sleep" spielt er seinen Charakter absolut grossartig. Genau so muss eine alte Detective-Story sein. Bogart, zynisch, mit schwarzem Humor um sich werfend, spielt sich im wahrsten Sinne des Wortes spielen, durch den Film, flirtet mit jeder Frau, die ihm begegnet in beinahe Pre-James Bond-Manier und verliebt sich natürlich am Schluss in die Hauptdarstellerin, ebenso hervorragend gespielt von Lauren Bacall - welche nach den Dreharbeiten Bogart heiratete. Und das die beiden sich wirklich nahe standen, war dem Schauspiel der beiden absolut anzusehen. So spielten sich Bacall und Bogart die Dialogzeilen auf höchstem Niveau zu, mit Humor und einem leichten Anzeichen von Erotik.

Der Film wusste vom Look her total zu gefallen - sofern man natürlich auf Filme der 40er Jahre steht. Der Film ist sogar recht rasant inszeniert und wird praktisch nicht langweilig. Einen leichten Abzug muss es aber geben für die Story, welche doch recht undurchschaubar rüberkommt. Jedoch, das Ende ist zu Beginn so nicht vorausschaubar und kommt überraschend.

Schlussendlich wars ein toller Filmabend. Und ich freue mich auf den nächsten Bogart-Film.

Schulnote 5.25





Mittwoch, 5. September 2007

INGLORIOUS BASTARDS


Ein kleiner Ausflug in die Welt des italienischen Exploitation-Kinos der 70er Jahre erwartete mich beim schauen von "Inglorious Bastards" - Film-Jahrgang 1977

Inhalt:
Frankreich zur Zeit des Zweiten Weltkrieges: Fünf US-Deserteuren gelingt nach einem Artilleriegefecht die Flucht vor der US-Militärpolizei. Auf ihrem Weg in die kriegsneutrale Schweiz geraten die Fahnenflüchtigen in die Fänge französischer Partisanen. Auf deren Befehl soll das Quintett nun den Sprengkopf der deutschen V2-Rakete entwenden - eine Mission, die einem Todeskommando gleichkommt...

Es waren weniger die Schauspieler, die mich zum schauen dieses Films animierten, sondern mehr die Referenz des guten Quentin Tarantino's, dem dieser Streifen so gut gefällt, dass da nächstes Jahr ein Remake seinerseits folgen wird.

Der Film ist absolut gradlinig inszeniert worden. Kein leeres Gerede - ab gehts, quasi ohne grosse "Setup-Time" in den LKW, kurzes Intro, der Zuschauer erfährt, dass unsere Helden von den eigenen Leuten erschossen werden sollen, unter anderem wegen Mord, Befehlsverweigerung, etc. Joa, und schon greift da ein Nazi-Bomber den Laster unserer Jungs an und von da an gehts erst richtig los. Der Film hat echt enorm Drive - klar, da wird nicht unbedingt die hochgradigste Action zelebriert. Aber, was da geböllert und gestorben wird, da wird selbst der Terminator noch neidisch.

Die Story ist klar auch auf Komik gedrillt. Da haben unsere Ami-Freunde einmal eine Rast am See, schon erblicken sie etwa 20 nackte junge deutsche Frauen - welche sich aber erst beim Anblick des dunkelhäutigen Fred Williamson als Nazi-Frauen zu erkennen geben und natürlich splitternackt aus dem Wasser zu ihren Maschinenpistolen rennen *gröhl*. Auch für uns Schweizer und sonstige Deutschsprechende (Hallo Deutschland, hallo Liechtenstein, hallo Österreich) gibts noch einen Grund dem Film einen weiteren Komik-Punkt zu geben. Da spricht doch der US-Srgt. Yeager "perfektes Deutsch" - joa.. hört sich eher so an, als hätte der Christoph Blocher (CH-Bundesrat) ein Ricola im Mund und versucht Englisch zu sprechen. Unfreiwillige Komik - absolut ins Schwarze getroffen.

Die Schauspieler spielten ihre Rollen mit dem prädikat "absolut genügend" durch die 96 Film-Minuten (neue Code 2 Langfassung) und wirken auch keineswegs peinlich. Eher im Gegenteil. Und als jemand mit Jahrgang '83 ist mir nur ein Schauspieler bekannt. Nämlich Fred Williamson, hier ständig mit Zigarre im Mundwinkel und Maschinengewehr in den Händen, bekannt als einer der "Titty-Twist-Besucher" im Rodriguez-/Tarantino-Spektakel "From Dusk Till Dawn".

Schlussendlich kann man sagen, dass man mit Inglorious Bastards einen Film vorliegen hat, welcher für Hollywood-Verhältnisse untypisch war in seiner Zeit. Der Film wird zu keiner Minute langweilig, hat enorm Drive, sogar Stunts werden von den Darstellern teils selbst gemacht (Fred Williamson - Sprung von der Brücke), es gibt zudem viel Ballereien, nackte Frauen... hach.... was will man(n) mehr? Die Story war zwar eigentlich saudoof - aber wen störts?


Schulnote 4.75