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Mittwoch, 3. Oktober 2012

SIX BULLETS



Die Expendables sind noch immer im Kino zu bewundern, da erscheint auch schon der neueste Kracher von Jean-Claude Van Damme auf DVD.

Inhalt:
Der Söldner Simon Gaul (Van Damme) spürt für seine Auftraggeber vermisste Kinder und entführte Personen auf.  Da während seiner letzten Mission zwei Kinder sterben, hängt der Franzose seine Killerstiefel an den Haken. Als eines Tages die Tochter eines MMA-Champions (Joe Flanigan) von einem Menschenhändlerring entführt wird, bringt sich Simon doch wieder ins Zentrum des Geschehens...

Verkäufer: "Isch das neue Van Damme?"
Ich: "Jo, hüt isch Release Date."
Verkäufer: "Cool, kenn ich nonig. Aber isch sicher guet.
Ich: "Worum meinsch?"
Verkäufer: "I kenn alli Van Damme-Film. Är het no nie e schlächte gmacht."
Ich: "Right..."

Eine explosive Mischung aus "96 Hours" und "Man on Fire" - verspricht uns zumindest das Back Cover der DVD. Und wenn schon Verkäufer und DVD-Cover so überzeugend agieren, so kann sich der Film doch auch nur auf Top-Niveau befinden.

Regisseur Ernie Barbarash arbeitete innerhalb eines Jahres zum zweiten Mal mit dem kickenden Belgier zusammen. Das erste gemeinsame Werk namens "Assassination Games" war ein leider nur durchschnittler B-Actioner, nonstop in Sepia gefilmt. Ein Graus. Ah nein, "är het no nie e schlächte gmacht." Fast vergessen...

"Six Bullets" beginnt in der Tag ganz unterhaltsam. Van Damme schlitzt und bombt sich durch einige Kinderhändler, es ist eine wahre Freude. Mit dem Charakter des MMA-Champion Andrew Fayden, gespielt von Joe Flanigan, wird dem Cast einen weiteren prügelnden Charakter hinzugefügt. Allgemein agiert hier eine Schauspielcrew, die etwas über dem Durchschnitt eines üblichen B-Movies liegt. Anna-Louise Plowman agiert ebenso grundsolide wie die junge Charlotte Beaumont, welche das entführte Mädchen verkörperte. Und, JCVD konnte es auch in diesem Film nicht lassen und liess offerierte seinen beiden Sprösslingen Bianca Bree und Kristopher Van Varenberg kleine Rollen. Irgendwie nett von Papa Jean-Claude.

Für typische B-Ware mit 10 Millionen Dollar Budget wird des öfteren in Osteuropa gedreht. Dies ist auch hier der Fall. Gedreht wurde in Bulgarien, welches im Film Moldawien spielt.

Wer einen strunzdummen und straighten Actionfilm erwartet, wird wohl etwas enttäuscht werden. Es kracht zwar ordentilch im Film, doch verkauft uns Van Damme hier nicht sein übliches Muskelwerk. "Six Bullets" will mehr sein, ein bisschen Thriller, eine Prise Drama, ein Stück Familiendrama und dann noch etwas Suspense und fertig ist der neue Van Damme-Streifen.

Doch unter dem Strich muss man sagen, "Six Bullets" ist nur biedere Durchschnittsware. Ein Film, den man dereinst höchstens im Free-TV bewundern sollte. Schade, mal wieder. Wäre mehr drin gelegen.

Fazit: Ich werde meinen nächsten Van Damme-Film wieder beim selben Discounter kaufen. Denn ein schlechter Film ist "Six Bullets" nicht - ein guter aber definitiv auch nicht.

Schulnote 4.0


"SIX BULLETS" on IMDB.COM
"SIX BULLETS" on OFDB.DE
"SIX BULLETS" on MOVIEPILOT.DE

Montag, 11. Juni 2012

Trailer: SIX BULLETS (Van Damme)

 
Jean-Claude van Damme präsentiert uns mit seinem kommenden Film "Six Bullets" wohl eine kostengünstige Variante von "96 Hours" ("Taken). Wir sind gespannt.

Samstag, 14. April 2012

DRAGON EYES (JCVD)



Als ich zum ersten Mal von dem neuen Joint Venture zwischen Jean-Claude van Damme und der beinahe legendären Actionproduzenten-Legende Joel Silver hörte, erweiterten sich meine Pupillen und die Erwartungshaltung an den kommenden Streifen, genannt "Dragon Eyes", schoss ins unermessliche. Joel Silver verschaffte vor über zehn Jahren bereits Steven Seagal ein beachtliches Kino-Comeback. Auch dem kickenden Belgier?

Inhalt:
Der Asiate Hong (Cung Le) bezieht sein neues Appartement in einer von Banden regierten Nachbarschaft und gibt besagten Bad Guys eins auf die Mütze. Doch da gibts noch Mr. V (Ex-Robocop Peter Weller), der die Kraft der beiden konkurrierenden Banden nutzen und vereinen will.

Als erstes, "Dragon Eyes" ist kein typischer van Damme-Streifen. Der Gute hat hier wirklich nur eine Nebenrolle und spielt in Rückblenden und in Plusquamperfekt-Szenen (Rückblenden in Rückblenden) den symbolischen Mister Miyagi, der Hong im Knast das Fighten beibrachte. Van Damme sieht man seine 51 Lenzen mitterweile gut an, jedoch bin ich ziemlich sicher, dass der Belgier künstlich etwas älter gemacht wurde. Übrigens spielt JCVD seinen Part ganz solide, obwohl es da eigentlich gar nicht viel zu spielen gibt. Die Hauptrolle gehört jedoch Cung Le, welchen ich bisher nie wahrgenommen habe. Der 40jährige macht das, was auch ein Seagal am besten kann. Er versucht gar nicht erst eine Rolle zu spielen, sondern kickt und prügelt sich so dialoglos wie möglich durch den Film und hinterlässt dabei keinen schlechten Eindruck. Jedoch vermisse ich hier eine etwas charismatischere Ausstrahlung, Le wirkt einfach zu langweilig. Highlight des Films ist klar Peter Weller, der hier eine Performance hinklatscht, welche man in kleinen DTV-Filmen doch eher selten findet. Grosses Kino in einem eher kleinen Film. Und natürlich, wie könnte es anders sein, Van Damme-Sohn Kristopher Van Varenberg ist ebenfalls in einer Nebenrolle zu finden. Nicht, dass der kleine Van Damme ganz unbegabt wäre, aber auch hier, der Sohn steht mehr als nur ein wenig im Schatten seines Vaters und es scheint mir, als zwinge Papa Jean-Claude seit einigen Jahren die Produzenten dazu, ihn selbst im Doppelpack mit seinem Sohn zu verpflichten zu müssen. Dies ist hintereinander die vierte JCVD-Produktion mit Sohnemann im Gepäck. Übrigens, auch der Rest des ansonsten unbekannten Casts spielt ganz okay. Und vorallem darf gesagt werden, dass für "Dragon Eyes" richtige Typen gecastet wurden. Das heisst, es wurden Charakterköpfe an Bord geholt, welche alle ihren Zweck erfüllen und nicht nur, wie bei unzähligen weiteren günstigen Produktionen, irgendwelche austauschbaren Bimbos spielten.

"Dragon Eyes" ist ein Actionfilm von Joel Silver - und wo Silver draufsteht, gibt es in der Regel viel stylisches Getöse. Auch bei einem Budget von nur 3 Millionen Dollar? Regisseur John Hyams tat wirklich sein bestes und holte fast das Maximum aus den wenigen Mitteln heraus. Der Film ist aufteilbar in Drittel. Das erste Drittel macht Laune und versprach ein kleines Actionfest, das Mitteldrittel jedoch war ein wenig zähflüssig und ich realisierte, dass dieser Film eben doch den üblichen Gesetzen des B-Actionmovies folgt. Glücklicherweise war der Schlussakt dann doch noch ganz angenehm und Hyams lies Cung Le so ziemlich alles niedermähen. Die Actionsequenzen selbst kann ich getrost als äusserst geerdet bezeichnen. Dies im positiven Sinne. Die Schläge sitzen, das Blut spritzt und die Knochen brechen. Und die Fights sind zudem ohne moderne Wackelkamera gefilmt worden. Beinahe old school. Well done. Vermelden muss ich noch, dass Hyams den Film mit einem leichten Sepia-Filter aufnehmen lies. Diesen Eindruck machte das Bild zumindest auf mich. Jedoch ist dieser Effekt nicht so extrem und störend wie im letzten Van Damme-Streifen "Assassination Games".

Fazit: "Dragon Eyes" ist ein kleiner Actionfilm, den man nicht zwingend gesehen haben muss. Aber wer ein Faible für kleine B-Kracher hat, darf getrost einen Blick riskieren. Ich habe meine Lebenszeit schon an wesentlich schlechtere Werke verschwendet.

Schulnote 4.5


Samstag, 2. Juli 2011

Trailer: ASSASSINATION GAMES (JCVD)


Endlich. Im B-Bereich geht mal wieder was. "Assassination Games" präsentiert uns Zuschauern das (erneute) Aufeinandertreffen zwischen Jean-Claude Van Damme und Scott Adkins, welche zwei Killer spielen, die hinter dem selben Ziel her sind. Ebenso mit an Bord ist die nächste Generation der Van Dammes, namentlich Kristopher und Bianca Van Varenberg. Der Trailer verspricht zumindest grundsolide Action. Produktionstitel des Films war bis vor kurzem übrigens "Weapon", weshalb das Filmplakat hier noch den alten Titel aufweist.