Sonntag, 16. Dezember 2007

SERAPHIM FALLS


Was passiert, wenn ein Ex-James Bond auf einen Ex-Jedi-Meister trifft?

Inhalt:
Fünf Jahre liegt nun der amerikanische Bürgerkrieg zurück und nur langsam beginnt sich das Land von den Strapazen der Vergangenheit zu erholen. Nur ein Mann ist rastlos: Colonel Carver (Liam Neeson). Getrieben von Hass und Vergeltung jagt er seitdem fieberhaft einen Ex-Offizier namens Gideon (Pierce Brosnan) durch das Land. Mit ihm hat Carver noch eine Rechnung offen, die nur mit dem Tod Gideons zu begleichen ist. Weitab jeglicher Zivilisation, inmitten einer unwirtlichen Wildnis, beginnt für Jäger und Gejagten ein gnadenloser Wettlauf ums nackte Überleben.

Ein US-Film, spielend in der Pionier-Zeit des Wilden Westens, mit zwei Topstars als Hauptdarsteller, wie kann so etwas nur dermassen an den US-Kinokassen floppen?

Wir erleben mit "Seraphim Falls" keinen Film, der den "Wild West" der USA als herrliche Zeit der Cowboys und der Freiheit darstellt, sondern der die hässlichen Seiten dieser Zeit betont. Kopfgeldjägertum war in und für einen Dollar pro Tag wurde man entlöhnt (Gewerkschaften, hallo??). Gedreht wurde der Film in 45 Tagen, an diversesten Locations. Schöne Schneelandschaften, Gebirge, Wüste - und all dies wunderbar von Regisseur David von Ancken in Szene gesetzt.

Pierce Brosnan spielt grossartig. Die körperbetonte Jagd auf seinen Charakter meistert er hervorragend - und das Leiden, welches er psychisch und auch physisch erlebt, nimmt man ihm komplett ab. Auch Liam Neeson macht sein Ding gut, doch Brosnan fand ich einfach ein Level stärker.

Wer hier einen Western sucht, den man kurz mal schauen kann und nonstop Western-Action bietet, ist hier fehl am Platz. Der Film beginnt sehr rasant, aber das Tempo drosselt sich dann extrem, was in diesem Fall der Geschichte auch gut tut. Der Zuschauer bleibt auch lange im Dunkeln, was überhaut der Ursprung dieser Menschenjagd ist, klärt gegen Ende die ganze Geschichte aber gut auf. Und das Ende ist ganz sicher nicht 08/15-hollywoodtypisch.

Fazit: Gut - könnte einen Tick rasanter sein, aber schlicht und einfach gut.

Schulnote 5.0

"SERAPHIM FALLS" on IMDB



Freitag, 14. Dezember 2007

CLEMENTINE


Seagal goes Südkorea? Vermutungen, dass Seagal sich nun in Asien als Kinostar durchsetzen wolle, da es in den Staaten nicht mehr klappte, waren gerechtfertigt. So wartete der Seagalgucker gespannt auf den Release von Clementine, der in Deutschland/Schweiz den "deutschen" Titel "Hard to Fight" bekam...

Inhalt:
Kim Seung-Hyun verliert den Weltmeisterschaftskampf im Teakwondo gegen seinen amerikanischen Herausforderer - eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters. Zur gleichen Zeit bringt seine Frau ihr gemeinsames Kind zur Welt, stirbt aber bei der Geburt. Um mehr Zeit für seine Tochter zu haben, beginnt Kim bei der Polizei, doch auch hier kämpft er gegen große Schwierigkeiten. Nachdem er dort kündigt, nimmt er an illegalen Undergroundveranstaltungen teil, um seinem alten Gegner wieder zu begegnen...

Seagal auf dem Cover heisst noch nicht zwingend, dass er auch die Hauptrolle inne hat, erinner ich mich doch noch ans VHS-Cover vom Kurt Russell-Streifen "Executive Decision", welches aber für die DVD-Auswertung überarbeitet wurde. "Clementine" zeigt deutliche Unterschiede auf, zwischen dem typischen Südkoreanischen Film und dem Hongkong-Kino. Deutlich leisere Töne werden hier angeschlagen - obwohl leise... die Tochter des Hauptcharakters ist leider alles andere als leise. Jemand sollte mal die Sekunden zählen, die die in diesem Film herumplärte. "Hard to Fight"? "Hard to Listen!"

Der Film ist ganz sicher nicht auf dem tiefen Niveau der Seagalschen Polen/Rumänien-Filme. Darstellerisch geht da klar mehr - man gab sich Mühe. Und der Film, speziell die Hand-to-Hand-Fights waren mehr als akzeptabel. Aber es gab schlichtweg zu wenig davon.

Hauptdarsteller Dong-jun Lee, hierzulande wohl komplett unbekannt, spielte seinen Part gut. Punkt. Doch, die Käufer dieses Films hierzulande sind wohl mehr interessiert am Auftritt von Steven Seagal. Ja, wo war er denn? Seine Rolle, gross angekündigt auf dem Cover, hatte eine Screentime von etwa 10 Minuten. Und er liefert sich einen netten Kampf mit Dong-jun Lee - gewinnt diesen auch - und übergibt dem Unterlegenen Koreaner gegen Ende in einer wunderbar-schnulzig-rührseligen Szene den Teakwando-Gürtel. "Hey man, I didn't know they kidnapped your daughter, I'm sorry." Schön...

Ich kann mir gut vorstellen, dass Nicht-Action-Gucker (also Frauen...) diesen Film noch ganz ansprechend finden werden. Aber, passt auf, das kleine Ding mit der Zahnlücke heult und heult und heult. Wäre beste Werbung für Energizer-Batterien. Die hört echt nicht mehr auf. Der Film ist kein richtiger Action-Film. Es ist ein Film über Freundschaft, Ehre, Familienbande, etc. Zuviel gute Botschaft, zuwenig Handlung, zuwenig Action.

Schulnote 3.5

"CLEMENTINE" on IMDB


UNTIL DEATH


Mit "Until Death" erschien bei uns vor kurzem ein Film, auf dessen Release ich so richtig gewartet habe.

Inhalt:
Der Cop Anthony Stowe hängt an der Nadel und steht unter Korruptionsverdacht. Auch sonst hat er sich unter den Kollegen nicht gerade beliebt gemacht. Nach einer Schießerei fällt er ins Koma. Als er Monate später wieder aufwacht, scheint er wie ausgewechselt und will seine ehemaligen "Geschäftspartner" aus dem organisierten Verbrechen zu Strecke bringen...

Lange konnte ich mit Filmen von Jean-Claude Van Damme nicht unbedingt viel anfallen. Erst mit Filmen wie "In Hell" und "Wake of Death" wurde ich so richtig aufmerksam auf den Prügelbarden aus Belgien. Denn, im Gegensatz zu seinen Berufskollegen der Actionzunft hat Van Damme das Älterwerden akzeptiert - präsentiert uns nicht mehr die Spagate der 80er und 90er Jahre oder prügelt sich mit seinem Filmkarate durch die Spielminuten. Nein, der Mann hat schauspielerisch beachtliche Fortschritte gemacht. Klar, Van Damme mutiert nicht mehr zu einem De Niro oder einem zweiten Tom Hanks. Trotzdem sind seine Schauspielkünste nun gut genug mehr zu spielen als nur den "Good Guy with a Gun".

"Until Death" ist ein perfektes Beispiel dafür, was man aus bescheideneren Filmmitteln herausholen kann, sofern 1. die Story auch wirklich was taugt und einige Überraschungen beinhaltet und 2. dahinter ein Regisseur/Produktionsteam steckt, der/das sein Handwerk auch versteht. "Until Death" ist mehr als nur eine weitere Prügelorgie von einem unserer alten Actionhelden (Steven Seagal, solltest du das lesen - du darfst weiterprügeln!). "Until Death" ist nicht mal ein typischer Actionfilm. Der Film beginnt zwar mit rasanten Szenen, Schiessereien, Blut, Prügeleien, Blut - und wechselt dann urplötzlich ins Dramatische. Aber richtig. Unser Held wird angeschossen - schon zigmal gesehen, ich weiss. Er wird angeschossen - in den Kopf - fällt ins Koma - erwacht Monate später.

Wer hier nun glaubt, ein zweites "Hard to Kill" zu erleben ist immer noch falsch. Denn wir erleben nun, wie Bad Cop Anthony Stowe den Schritt ins Leben wieder findet. Wie er langsam wieder sprechen lernen muss, seine Sehkraft wiederfinden muss, wie er gegen seinen Sprachfehler ankämpfen muss (Kugel im Kopf muss echt derb sein). Dank seiner schweren Verletzung findet der Hauptdarsteller den Weg aus dem Sumpf der Drogen, der Nutten und des "be a bad boy"-Image. Und er war echt ein Drecksack, der Anthony Stowe, verpfiff seine Kollegen, ging seiner Frau fremd, zog sich Heroin rein (während der Arbeit!!) und dealte sogar auf dem Polizeirevier. Was ein Schuss in den Kopf alles verändern kann, geht der Anthony Stowe nun auch zu seinen Mitmenschen, die er geschädigt hat, ja dessen Leben er zerstört hat und bittet, irgendwie Hollywood-untypisch um Verzeihung. Spätestens hier merkt man, dass dies nicht der 08/15-B-Actionmovie ist. Und wer hier jetzt sagt "Van Damme mutiert zu einem Weichspüler" hat leicht einen an der Waffel. Für mich absolut Van Damme's beste Leistung.

Gegen Ende regiert jedoch wieder Mutter Action - und dies nicht zu knapp und gut in Szene gesetzt. Und am Ende der 103 Filmminuten wartet auf den Zuschauer ein Ende mit einem echt interessanten Ausgang.

Fazit: Die Erwartungen waren hoch - die Erwartungen wurden vollumfänglich erfüllt. Klar, der Film ist kein Blockbuster und hatte bei weitem nicht dessen Budget, was man in einigen Szenen sicher zu sehen bekommt. Aber die Leistung des Regisseurs Simon Fellows und des Hauptdarstellers gleichen diesen Punkt vollends aus. Van Damme spulte eine für ihn Spitzenleistung ab. Da darf der Van Damme-/Actionfan echt hoffen, dass der Belgier das Niveau beibehält und sich eventuell noch weiter steigern wird. Well done JC!

Schulnote 5.25

"UNTIL DEATH" on IMDB



Dienstag, 11. Dezember 2007

NEXT



Obwohl die Kritiken doch recht durchzogen waren, habe ich mich auf den Release von "Next" sehr gefreut. Nicolas Cage mal wieder in einer richtig Cage-mässigen Rolle.

Inhalt:
Chris Johnson hat einen besonderen sechsten Sinn: Er kann in die Zukunft blicken. Allerdings nicht beliebig, sondern jeweils nur einige Minuten. Diese außergewöhnliche Gabe bleibt natürlich nicht lange unentdeckt. Und so versucht auch schon bald das FBI seiner habhaft zu werden. Auf ihn wird die engagierte Regierungsagentin Callie Ferris angesetzt mit der Aufgabe, ihn um jeden Preis zu finden. Die US-Regierung benötigt nämlich Johnson, um einen bevorstehenden terroristischen Anschlag in Los Angeles abzuwehren.

Lee Tamahori als Regisseur war für mich zuerst der einzige Punkt, der mir ein bisschen sorgen machte, hat er doch mit "Die Another Day" den für mich schlechtesten Bond-Film aller Zeiten inszeniert und mit "XXX2" auch nicht gerade was gescheites auf die Leinwand gebracht.

Next übertrifft meiner Meinung nach den Bond- und auch den anderen Ballerfilm um ein paar Längen. Hat Tamahori auch hier einen sehr namhaften Cast zusammengebracht - neben Hauptdarsteller Nicolas Cage sehen wir hier Jessica Biel, Julianne Moore, Thomas Kretschmann und "Columbo-Legende" Peter Falk. Und Cage spielt so, wie man ihn am liebsten spielen seht. Irgendwie leicht verstört wirkend (so wirkt er jedenfalls in dein meisten Filmen auf mich) spielt er hier den Chris Johnson, der Mann, der jeweils zwei Minuten in die Zukunft sehen kann. Toll, möchte ich auch können.

Und der Film geht doch sehr zügig voran. Es wird kaum langweilig und auf richtig hässliche Effekte wie in XXX2 oder auch in "Die Another Day" wird hier verzichtet. Was man an Effekten sieht, weiss zu gefallen.

Einen fetten Abzug gibts aber für das Ende, was wohl ein Lehrling in Hollywood auf ein Stück Toilettenpapier gezeichnet hat. Trotzdem, wer hier das Ende ausblenden kann, der hat einen ordentlichen Popcorn-Film gesehen, dessen Plotholes zwar stellenweise dick und fett aus dem Bild springen, es jedoch verstand, gut zu unterhalten.

Schulnote 4.75

"NEXT" on IMDB



Dienstag, 4. Dezember 2007

SUBMERGED



"STEVEN SEAGAL is back - Right In Your Face!" - Ja, das sagt uns die Rückseite der DVD-Hülle des Films "Submerged" - da scheint es ja wohl um ein U-Boot zu gehen. Ja, haben wir nun ein "Under Siege" auf einem U-Boot? *träum*

Inhalt:
Terroristen bedrohen das Land. Durch Psychokontrolle benutzen sie Agenten des Secret Service als willenlose Mörder. Selbst die CIA ist machtlos. Die letzte Rettung: Chris Cody - der absolut härteste Söldner. So hart, dass ihn die US-Regierung nach seinem letzten Auftrag in den Knast stecken musste. Gelingt es dem unberechenbaren Cody und seinem Team den Terror zu stoppen, winkt allen die Begnadigung durch den Präsidenten. Doch seine eigenwilligen Anti-Terror-Massnahmen zwingen nicht nur Gangster in die Knie, sondern erschüttern den gesamten Sicherheitsapparat..."

Was hat der Inhalt bitte mit einem U-Boot zu tun? Herzlich wenig. Denn mit Submerged haben wir ein weiteres Negativbeispiel, wie bei DTV-Filmen die Ursprungsstory ausgetauscht werden kann durch eine einfachere und unkompliziertere Story ohne jeglichen Anspruch. Sollten Seagal und sein Team sich zuerst in einem Horrorthriller gegen ausserirdische Mutanten auf einem U-Boot durchmetzeln, wurde diese Story kurzerhand fallengelassen und die Story wurde umgeschrieben zu einem billigen Abklatsch im Stile von "The Dirty Dozen". Das U-Boot war übrigens etwa 8 Minuten als Location zu sehen...

Gedreht wurde in Bulgarien, was man schnell in ein filmisches Uruguay transformierte - ein bisschen gelbfilter und alles sieht schon ein bisschen anders aus. Allgemein ist das Bild des Filmes sehr dunkel gehalten und stellenweise erkennt man so gut wie nix (nein, mein TV läuft bestens). Und wer hier einen Seagalfilm der alten Schule erwartet, wartet lange. Denn hier haben wir einen sogenannten Ensemble-Film. Seagal spielt den Anführer eines Söldner-Trupps, der wenigstens mal einen wirklich populären Gueststar vorweist. Nämlich Ex-Fussballer Vinnie Jones (bestens bekannt aus "Gone in 60 seconds", "Snatch", uvm.). Der Rest des Casts ist passabel und fällt nicht negativ auf noch ab.

Seagal selbst ist in diesem Film überflüssig. Nicht, dass er keine Szenen hätte. Er hat hier sogar einen seiner grössten Oneliner auf Lager: "You a cocksucker motherfucker!!!!" Mehr Positives bleibt jedoch nicht in Erinnerung seitens Seagal. Denn einen Steven Seagal engagiert man nicht, um ihn passiv rumstehen und böllern zu lassen, sondern um einen Hauptdarsteller zu haben, der den bösen Buben die Zähne aus dem Allerwertesten haut. Anstatt Seagal hätte man auch einen Walter Andreas Müller in die Hauptrolle stecken können. Mit etwas Übung am Gewehr hätte auch der diesen Part spielen können. Seagal selbst hat nicht wirklich abgespeckt. Da der Film aber so dunkel gehalten wurde und Seagals körperliche Betätigung sich aufs minimale beschränkt, fällt dies jedoch nicht wirklich ins Gewicht.

Fazit: Unterhaltsamer als "The Foreigner" und "Black Dawn". Aber im Grossen und Ganzen ein ganz schwaches Stück in Seagals Filmographie. Gibts eigentlich nur noch eines zu sagen: cocksucker motherfucker!!

Schulnote 3.5



Montag, 3. Dezember 2007

PATHFINDER



Schon beim Lesen der Rückseite der "Pathfinder"-DVD wusste ich ziemlich genau, was mich erwartete.

Inhalt:
500 Jahre vor Columbus erreichen die Wikinger die amerikanische Küste. Doch sie kommen nicht in Frieden, sondern fallen mit barbarischen Raubzügen in das Land der indianischen Urbevölkerung ein. Es beginnt ein blutiger Kampf um Ehre und Eroberung, der viele Opfer fordert. Als ein zehnjähriger Wikingerjunge von seinem Clan zurückgelassen wird, nehmen ihn die Indianer bei sich auf. Sie geben ihm den Namen "Ghost" und ziehen ihn groß. Dann kommt der Tag, an dem die Wikinger zurückkehren und erneut die Indianerstämme bedrohen. Ghost, inzwischen ein erwachsener Krieger, muss sich entscheiden: Kehrt er zu seinem Clan zurück, oder bleibt er den Indianern treu und führt einen persönlichen Kampf gegen sein eigen Fleisch und Blut, um die brutalen und zerstörerischen Raubzüge zu stoppen - so wie es der "Pathfinder", ein mächtiger Schamane, geweissagt hat...

Die Story hörte sich nach einer Mischung aus "Apocalypto" und "First Blood" an, was mich als liebhaber des blutig-brachialen Geschmacks natürlich sofort das Wasser im Munde zusammenlaufen liess und die FSK 18-Wertung liess ein herrliches Blutbad versprechen, cool inszeniert, urbane Emotionen weckend.

Karl Urban als Hauptdarsteller war ein weiterer Grund, warum "Pathfinder" den weg in mein DVD-Regal fand. Hat er doch in "Lord of the Rings" einen mehr als ordentlichen Part abgeliefert und wird er als Dr. McCoy demnächst im neuen "Star Trek"-Film zu sehen sein, wollte ich mal sehen, wie er sich schlägt hier als schwertschwingender Wiking-Indianer. Ebenso Ralf Moeller und Clancy Brown als Wikinger-Bösewichte waren Pluspunkte beim Kauf.

Der Film hat eine gruselig-dreckige Atmosphäre. Alles wirkt sehr düster und dunkel und wirkt unheilvoll. Passend eigentlich zur brutalen Story. Jedoch happerts bei der Ausführung. Und zwar gewaltig. Karl Urban metzelt sich zwar recht engagiert durch die 102 Filmminuten. Doch er wirkt fehl am Platze. Er ist halt kein Stallone/Schwarzenegger-Verschnitt, dem man diese Rolle wirklich abkaufen würde. Urban hat sicher seine Qualitäten - jedoch nicht in "Pathfinder". Clancy Brown und Ralf Moeller konnten dagegen schon ein bisschen mehr gefallen, wirkten weniger blass als Urban. Der Rest des Casts finde ich nicht besonders erwähnenswert. Und da "Pathfinder" zudem ein Remake zu sein scheint, kann man sagen, dass auch dieses nicht hätte stattfinden müssen.

Eigentlich ist auch der ganze Film nicht erwähnenswert. Der Film ist nicht so schwach, dass es eine brutal schlechte Note verdient - ist aber weit weg von einer guten Bewertung - also fasse ich mich kurz. Fazit: Bedingt sehenswert/nicht-sehenswert.

Schulnote 3.5